Costa Verde

File 1291So wie sich die Kultur Nordspaniens oft fundamental von der des Südens unterscheidet (abgesehen vom Regionalstolz), unterscheidet sich auch die nördliche Küste des Landes von den Stränden des Mittelmeers. Ein gutes Beispiel ist die Costa Verde (span., „grüne Küste“), die das Ufer der Provinz Asturien bildet. Die Region, zwischen den Weiten des Atlantik und dem kantabrischen Gebirge gelegen, ist die grüne Lunge Spaniens: Durch das ozeanische Klima schwanken die Temperaturen im Jahresmittel nur sehr wenig, und der regelmäßige Niederschlag der vom Atlantik gegen die Küste zieht verhilft Asturien zu einer beeindruckenden Flora. In Kombination mit den bis nach Galizien reichenden Ausläufern der Pyrenäen ergibt sich ein beeindruckendes Panorama, dessen höchster Gipfel, der „Torre de Cerredo“ mit 2650m, ebenfalls in Asturien liegt.

Da hauptsächlich Spanier an der Costa Verde ihren Urlaub verbringen, meist um den Touristen im Süden des Landes zu entgehen, gibt es keine direkte Verbindung mit dem Flugzeug. Stattdessen lohnt es sich eine der umliegenden Großstädte wie Santiago de Compostela, Bilbao oder Santander anzufliegen und von dort per Mietwagen oder Zug zum jeweiligen Ziel zu reisen.

Die Küste ist geprägt von Fischerdörfern, während das Ufer meist durch Strände aus Kies und Fels gesäumt wird – abhängig vom Ort gibt es jedoch auch viele Strände, die herrlichen, weichen Sand für ihre Besucher bereithalten. Für wen Meer, Sonne und feiner Sandstrand untrennbar sind, ist die größte Stadt der Provinz, Gijón, einen Besuch wert. Neben dem Strand locken der botanische Garten, römische Bäder und die Statue Cerro de Santa Catalina.

Die wahre Attraktion der nordspanischen Küste sind jedoch weder historische Fischerdörfer noch die Kulturzentren der Städte, sondern der Atlantik selbst. Durch seinen gegenüber dem Mittelmeer vielfach stärkeren Wellengang ist die Costa Verde eine der Top-Adressen für Wassersport. An der Küste finden sich mehr als 30 Buchten und Strände, an denen Anfänger und Fortgeschrittene mit ihren Brettern über die Wellen des Atlantiks gleiten. Surfschulen haben Hochkonjunktur, manche bieten sogar einen Familienkurs für Eltern und Kinder an, sodass jeder beim Wellenreiten auf seine Kosten kommt. Und wem das Meer auf Dauer zu flach ist, auf den warten im Hinterland der Küste immer noch die zerklüfteten Bergrücken Kantabriens.

 
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